Rock'n Roll is not dead!

Actions
Rock'n Roll is not dead!
Sandra Greile

Lopinion by

Sandra Greile

Jul 24, 2013

Musik hat große Einflüsse auf den Kleidungsstil der Menschen. So auch der Rock'n Roll. Er kennzeichnet den Begriff Rockabilly. Er bezeichnete Anfangs nur die Musikrichtung des Rock'n Roll der 40er und 50er Jahre. Doch wurde dieser erweitert und steht nun auch für bestimmte Frisuren, Schmuck und Kleidung dieser modischen Jahrzehnte. Dabei greifen Rockabilly Fans stilistische und charakteristische Merkmale dieser Jahre auf. Heute trifft man auch auf die Unterteilung in Rockabilly und Rockabella, also die Unterscheidung vom männlichen und weiblichen Stil.

Frauen, die den Rockabilly-Stil trugen, wurden als Rockabellas bezeichnet. Dazu gehörte entweder ein Swingkleid oder ein enges Oberteil (bevorzugt eine geknöpfte Bluse) mit einem Tellerrock. Egal ob Rock oder Kleid - darunter wurde ein voluminöser Petticoat (Unterrock) aus Tüll oder Chiffon getragen. Dieser verlieh dem Rockteil extreme Fülle und schützte zudem vor allzu neugierigen Blicken. Besonders beliebt war in dieser Zeit auch das Pünktchenmuster, die so genannten Polka Dots. Außerdem trug Frau ihre Haare gerne nach oben gesteckt oder mit einer Schleife zum Pferdeschwanz gebunden.

Männer nannte man, genau wie die Mode- und Musikrichtung selbst, Rockabillys. Wie dieser Look aussah, ist sehr leicht zu beschreiben. Man stelle sich den jungen Elvis, den rebellischen James Dean oder den coolen Danny Zuko (aus Grease) vor und schon hat man das klassische Rockabilly-Bild vor Augen. Die Männer trugen Haartollen mit reichlich schmieriger Pomade in Form präpariert. Dazu gab es meist dunkle und enge Jeanshosen, schwarze Stiefel oder Creepers, ein enges weißes T-Shirt mit bestickter Lederjacke oder alternative ein lockeres Hemd, welches in die Hose gesteckt wurde.

Während der letzten Jahrzehnte erfreute sich Rockabilly zunehmender Beliebtheit. Daraus entwickelte sich ein Trend, der weit über Kleidungsstücke hinaus geht und mittlerweile auch Lifestyle-Produkte und Wohnaccessoires im Vintage-Stil miteinschließt.

Tattoo und 50er

Besonders gerne wird der Stil der 50er von Tattoo- und Piercingträgern adaptiert. Der wilde und verwegene Körperschmuck, passt optimal zu dem teilweise braven Look der Rockabellas.

Der Stil findet sich auch in den Tattoos wieder. Die Art dieser Hautkunst nennt sich "Old-School". Sie definiert sich durch Kräftige (meist schwarze) Linien, die das Tattoo umranden (die sogenannten Outlines). Die eingefassten Flächen, werden dann mit satten Farben ausgefüllt.
Einige Motive die stellvertretend für Rockabillity stehen sind:

  • Kirschen
  • Schwalben
  • Autos und Motorräder (Stichwort Hot Rod)
  • Schiffe und Anker
  • Spielkarten
  • Pin-Up Mädchen
  • Würfel
  • Personen aus der Rockabilly Szene (Elvis, …)
  • 8-Ball (die schwarze Kugel beim Billard)
  • Cupcakes

Doch wer glaubt nur Frauen interessieren sich für den Trend der 50er, der irrt.
Männer stehen wieder vor dem Trend der 50er. Dem Trend des gepfelgten »Sich-Gehen-Lassens«. Das glatte Aussehen und der haarlose Körper geraten in den Hintergrund. Um einen kürzlich gelesenen Artikel zu zitieren: "Männer tragen wieder Bärte und duften nach Moschus, Dreck und Zigaretten."

Comments (0)

You must Register or Login to post a comment

1000 Characters left

Copyright © GLBrain 2026. All rights reserved.